© RZ Koblenz 

Gastronom mit Herzblut im Sokrates in Güttingen

Adrian Nufer läuft von Tisch zu Tisch, wie immer zur Mittagszeit. Er erkundigt sich nach dem Essen, plaudert einen Moment. Der Herzblutgastronom nimmt sich gerne Zeit für seine Gäste und ist trotz seiner Position als Leiter der Hotellerie stets an vorderster Front mit dabei. «Der Gast kommt immer an erster Stelle. Es ist mir ein Bedürfnis, den Gästen eine Insel der Entspannung in der heutigen hektischen Zeit zu schaffen», sagt der 58-Jährige aus Romanshorn. Für ihn gebe es nichts Schöneres, als einen Gast zum Lächeln zu bringen. Seine offene und zugängliche Art kamen dem Gastronomen stets zu Gute. So manch einer kennt ihn noch als «Schlossherr» der Seeburg in Kreuzlingen, welche er dreizehn Jahre lang mit seiner Frau Gabi erfolgreich führte. Er ist ein Gastgeber durch und durch. Seine langjährige Selbstständigkeit kann er in der neuen Aufgabe bestens einbringen. So schafft er den Spagat zwischen den verschiedenen Gästebedürfnissen im Hause Sokrates. Zum einen die Restaurantbesucher und die Kurhotelgäste, zum anderen die Klinikbesucher. «Es ist eine grossartige Herausforderung, den verschiedenen Bedürfnissen gerecht zu werden. Das betrifft beispielsweise auch das Angebot aus der Küche.» Als gelernter Koch spricht er dieselbe Sprache wie seine Mitarbeiter, was die Zusammenarbeit erleichtert. Seine Ausbildung durfte er im Hotel Eisenbahn in Weinfelden geniessen. Später absolvierte er die Servicelehre im Holiday Inn in Zürich und bildete sich anschliessend an der Barfachschule weiter. Im Thurgauer Hof in Weinfelden arbeitete der Hotelier als Direktionsassistent und im Verkauf, bis er sich 1997 mit einem reichlich gefüllten Rucksack selbstständig machte.

Draht zu dem Team

Seit seinem ersten Arbeitstag im Sokrates ist ein halbes Jahr vergangen. Er übernahm die Stelle von Claudia Timogan, welche ihn seit ihrer Mutterschaftspause als Stellvertreterin unterstützt. «Ihre Erfahrung ist natürlich Gold wert. Sie kennt das Team und die Wünsche der Stammgäste. Obwohl ich schon so lange im Geschäft bin, kann ich viel von ihr lernen», weiss Nufer zu schätzen. Von Anfang hatte aber auch er einen guten Draht zu seinen Mitarbeitenden und den Gästen. Sein herzliches Lachen erfüllt nicht selten das Restaurant am See. pd


Frauenfelder Nachrichten vom Donnerstag, 5. Dezember 2019, Seite 10