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Die URh überschreitet Grenzen

Von Janine Sennhauser

Die Schweizerische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) spannt für ein neues Projekt mit Thurgau Tourismus und der REGIO Konstanz Bodensee Hegau e.V. zusammen.

Region «Herbst-Hopping» heisst das neue Angebot der URh. Für das Projekt wird die Schifffahrtssaison am westlichen Bodensee verlängert. Während eigentlich bald Saisonpause wäre, geht die MS Schaffhausen an neun Tagen bis zum 10. November im Zweistundentakt auf grenzüberschreitenden Rundkurs.

Schaffhausen ist nicht dabei

Angesteuert werden Mannebach, Berlingen, Gaienhofen, Hemmenhofen, Steckborn, Radolfzell und Reichenau. Insgesamt viermal werden die Grenzen gekreuzt. Bewusst, wie Rolf Müller, Geschäftsführer von Thurgau Tourismus erklärt: «Der See ist ja ein trennendes Element. Aber wir wollen darauf aufbauen und verbinden.» Gefragt, wieso Kreuzlingen und Stein am Rhein nicht im Fahrplan mit drin sind, erklärt Remo Rey von der URh: «Es wäre eine zu lange Fahrt, wenn wir Schaffhausen auch noch ansteuern würden.» Wenn das Projekt erst einmal Fahrt aufgenommen hätte, könne er sich gut vorstellen, auch andere Ortschaften in der Nähe anzusteuern.

Museen und Restaurants

An Land sollen die Passagiere gemäss Eric Thiel, Geschäftsführer der REGIO rund zwei Stunden Zeit für Entdeckungen haben. Dann sei es möglich, verschiedene Museen und Restaurants zu besuchen sowie eine Wander- oder Fahrradtour zu unternehmen. Das Gesamtvolumen des Projektes beläuft sich auf knapp 47'000 Franken, wovon die internationale Bodensee Konferenz IBK 26'000 Franken als Fördermittel bereitstellte. Das restliche Geld wurde von den Projektpartnern geleistet. «Es ist natürlich ein gewisses Experiment und wirtschaftliches Risiko», erklärte Rey. Alle Beteiligten seien aber zuversichtlich, dass das Projekt nach der Pilotphase jährlich angeboten und ausgebaut werden könne.

Mehr Informationen unter: www.herbst-hopping.eu.


Frauenfelder Nachrichten vom Donnerstag, 3. Oktober 2019, Seite 6