E-Paper - 28. November 2019
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Geplantes Kirchgemeindehaus geht in die nächste Phase

Von Nico Wrzeszcz

Die bisherigen Kapazitäten sind zu klein, ein Neubau ist unausweichlich. Die evangelische Kirchgemeinde Tägerwilen verkündete letzten Mittwoch an einer Medienkonferenz den Gewinner des Architektenwettbewerbs für ein neues Kirchgemeindehaus.

Tägerwilen «Die Vorgängerbehörde hat sich bereits mit einem Neubau befasst. Aufgrund von personellen Änderungen in der Behörde hat dieser aber an Aktualität verloren», erzählt Kirchgemeindepräsidentin Elisabeth Fuchs-Gerber. Die alten Pläne wurden jedoch aufbehalten, sodass diese als Grundlage für den neuen Anlauf dienten. «Es war uns wichtig, eine aussenstehende Person beizuziehen», sagt Markus Thalmann. So wurde Ueli Wepfer von der Firma PLANKULTUR Beratung und Planung GmbH aus Frauenfeld beauftragt, eine Machbarkeitsstudie durchzuführen. Für den Projektwettbewerb wurden sechs lokale und regionale Architekturbüros eingeladen, ihre Vorschläge bei der Kirchgemeinde einzureichen. «Die Teilnehmer hatten bis Oktober Zeit, ihre Pläne und ein Modell abzugeben», so Thalmann. «Der 6. November war ein besonderer Tag für uns. Das Preisgericht, bestehend aus drei Fachpreisrichtern und zwei Sachpreisrichtern fällte eine Entscheidung über den Sieger.»

Die teilnehmenden Architekturbüros hatten im Vorfeld einiges zu beachten. «Da sich der Standort des Neubaus in einer Ortsbildschutzzone befindet, musste die Denkmalpflege über das Bauvorhaben informiert werden», erklärt Ueli Wepfer. So gab es unter anderem die Auflage, der Neubau müsse ein Satteldach haben, um ins Ortsbild zu passen. Auch sollte eine kleine Tiefgarage mit etwa zehn Stellplätzen integriert werden, um das vorhandene Parkplatzangebot auf dem Kirchenareal zu ergänzen. «Von den sechs Architekturbüros wählte die Kirchenbehörde drei aus, die anderen drei wurden aufgrund ihrer Referenzen ausgewählt», so Wepfer. Sieger des Wettbewerbs wurde der Vorschlag von Felber + Partner Architekten aus Tägerwilen mit dem Entwurf 'Trinitas'. Die Entscheidung fiel anonym, den Preisrichtern war nicht ersichtlich, welcher Entwurf zu welchem Büro gehört.

Bedarf im Dorf

«Eine Saalgrösse, wie diese, die wir mit dem Neubau erhalten, fehlt in unserem Dorf», erklärt Markus Thalmann. Bei einer Bankettbestuhlung gäbe es 120 Plätze, für Konzerte 150. Zusätzlich soll es eine mobile Bühne geben. Im Vergleich dazu hat die Bürgerhalle 300 Plätze, das bisherige Kirchgemeindehaus etwa 30. «Viele Bürger kommen nach der Kirche nicht zum Kaffee oder Mittagessen ins Gemeindehaus, weil einfach kein Platz ist», klagt Pfarrer Widler. «Wenn alles nach Plan läuft, können wir im Mai 2020 eine Urnenabstimmung durchführen. Baustart soll im Frühling 2021 sein, die Einweihung soll dann im Herbst 2022 stattfinden», blickt Thalmann voraus.

Frauenfelder Nachrichten vom Donnerstag, 28. November 2019, Seite 6 (10 Views)

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