E-Paper - 07. November 2019
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Gesamtverkehrskonzept

Zur Überarbeitung des Gesamtverkehrskonzepts hat sich der Verkehrs-Club der Schweiz VCS Sektion Thurgau innerhalb der Vernehmlassungsfrist wie folgt geäussert:

Fehlende Fussgängerzonen

Wohl in keinem Kanton der Schweiz gibt es so wenig Fussgängerzonen wie im Kanton Thurgau, wo gerade Mal in Gottlieben eine solche besteht. Auch im neu revidierten Gesamtverkehrskonzept fehlt der Mut, Begriffe wie Fussgänger- oder Begegnungszonen zu erwähnen. Solche Zonen in Stadt- und Dorfzentren, um Schulhäuser, um Altersheime und publikumsintensive Anlagen wie Einkaufszentren würden die Aufenthalts- und Wohnqualität verbessern und die Unfallgefahr sowie den Suchverkehr verringern.

Motorisierter Individualverkehr

In der jetzt zu beschliessenden Gesamtverkehrsperiode müssen Verbesserungen ohne Ausbau Bodensee-Thurtalstrasse BTS gesucht werden, denn es ist absehbar, dass ein Bau dieser Hochleistungsstrasse nicht vor 2040 fertig gestellt sein wird. Wenn für das Jahr 2040 zwischen Romanshorn und Arbon mit einer BTS/OLS eine Zunahme des MIV von 60% (40000 (BTS + Kantonsstrasse) statt 25000 Fahrzeuge/Tag) prognostiziert wird, ist das ein Grund, die BTS nicht zu bauen, da sie gemäss diesen Prognosen den MIV geradezu ankurbelt und den Bahn- und Radverkehr massiv konkurrenziert, was den Zielen des Konzepts widerspricht. Offensichtlich glaubt das Tiefbauamt diesen Zahlen nicht, sonst hätte es die BTS vier-spurig projektieren müssen, denn eine 2 spurige Schnellstrasse schluckt einen Verkehr von 31500 Fahrzeugen pro Tag nicht.

Öffentlicher Verkehr öV,

Zusätzliche Bahnhaltestellen

Auf der Seelinie ist in den letzten Jahren eine ganze Anzahl zusätzlicher Bahnhaltestellen eröffnet worden, die nicht mehr wegzudenken sind. Nun sollten auch auf dem übrigen Bahnnetz neue Haltestellen gebaut werden, denn deren Nutzen ist gross und mit den modernen spurtstarken Zugskompositionen ist der Zeitverbrauch eines zusätzlichen Halts klein. Folgende Standorte halten wir für wichtig: Romanshorn Hof/Salmsach, Weinfelden Süd, Weinfelden Gontershofen, Frauenfeld West

Das grösste Kosten-Nutzen-Verhältnis hätte wohl eine Haltestelle Frauenfeld West unter der Brücke der Weststrasse. Diese würde auch als Zugang zur Haltestelle dienen. Es bestehen riesige Pendlerströme Richtung Winterthur Zürich und ein direkter Zugang aus den westlichen Quartieren Frauenfelds zur Bahn statt einer Busfahrt mit Umsteigen am Bahnhof Frauenfeld würde einen entscheidenden Zeitvorteil bringen. Im Gegensatz zur Haltestelle Frauenfeld Ost entfällt eine kostspielige Verlegung eines Industriegleises.

Radverkehr

Beim Alltags-Radnetz muss unterschieden werden zwischen Rad-Schnellverbindungen (Durchleitungsfunktion) und dem Grundnetz der Alltagsrouten für die Feinverteilung und Nahversorgung, wobei jede Gemeindestrasse im Prinzip radfreundlich sein soll. Wichtig für den Kanton sind die Erstellung eines Radschnellnetzes und die koordinierenden Aufgaben für die Rad-Schnellverbindungen, die sich insbesondere für Arbeitswege und Schulwege für ältere Schüler eignen sollen.

Peter Wildberger, Präsident VCS Sektion Thurgau

Die Grünen möglicherweise im Bundesrat

Stellen Sie sich vor, die Grünen bekämen einen Sitz im Bundesrat und stellten wegen des globalen Klimawandels den Aussenminister. Ich denke da an Balthasar Glättli. Dieser würde dann die grössten Umweltsünder besuchen, die USA, Indien und zu guter Letzt das Reich der Mitte, zusammen verantwortlich für jährlich 18 Milliarden Tonnen CO-2, Tendenz steigend. Bei den Chinesen würde er wohl auf die Menschenrechte hinweisen, mit den Indern über das Freihandelsabkommen reden und in Amerika auf dem grünen Rasen vor dem Weissen Haus mit Trump Golfen. Dabei wäre ein Öko-Bundesrat eigentlich im Inland gefordert. Die Schweiz, verantwortlich für jährlich 40 Millionen Tonnen CO-2, muss dringend handeln: weg vom Öl, weg vom Benzin, weg von der Kohle, weg vom Gas, zurück zur Natur. Wasser, Sonne, Wind. Es ist alles da, zeitweise. Unser Land hat am 20. Oktober ja so richtig Grün gewählt. Die meist gestellte Frage lautet denn auch: «…und du, was machsch du für d‘Umwält?» Ich pflege meinen Garten seit Jahren von Hand. Er dankt es mir mit Igelfamilien, Eidechsen, Grillen, Fröschen, Libellen, bunten Schmetterlingen und stets hungrigen Vögeln, welche meine Reben plündern dürfen sowie gut genährten Mäusen in der Nähe des Komposthaufens. Zudem sind fleissige Waldameisen anzutreffen und ein paar grüne Stinkkäfer zu viel auf der Wiese hinterm Haus. Fast hätte ich die Schnecken noch vergessen. Mein Bekannter, Herr Simmel, geht noch einen Schritt weiter. Er ist jetzt ein Veganer, bereits hellgrün im Gesicht, und seine Katze lässt das Mausen nicht.

Urs Schenker, Hüttwilen

Wasser predigen und Wein trinken?

Dieses Wahlplakat der Grünen liegt nun schon seit über zwei Wochen auf unbefestigtem Grund, Höhe Engeler Automobile, an der Zürcherstrasse, in Frauenfeld. Ich ärgere mich tagtäglich über diesen Umstand, wenn ich zu Fuss zur Arbeit gehe, denn ich glaube nicht, dass dieses Wahlplakat CO2-Neutral hergestellt wurde und biologisch abbaubar ist. Es ist für die Zukunft wünschenswert, wenn sich die Grünen und ihre Wähler an der eigenen Nase nehmen und nicht nur immer Forderungen stellen.

Romeo Küng, Gemeinderat SVP

Untersee Nachrichten vom Donnerstag, 7. November 2019, Seite 19 (21 Views)

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