E-Paper - 24. Oktober 2019
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Stellensuche

Neuer Job: Auf zu unbekannten Ufern

Eine Stelle finden, die den eigenen Bedürfnissen, Kompetenzen und Erfahrungen entspricht, erfordert einen grossen persönlichen Einsatz.

Stellenangebote in Internet und Zeitungen decken einen grossen Teil der angebotenen Stellen ab. Daneben gibt es viele Stellen, die nicht publiziert werden. Für eine erfolgreiche Stellensuche sind das persönliche Netzwerk oder auch Initiativbewerbungen sehr hilfreich. Ein sorgfältig zusammengestelltes Bewerbungsdossier erhöht die Chancen, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.

Stellenmarkt

Der Arbeitsmarkt verändert sich laufend. In den letzten Jahren sind viele Berufe neu entstanden, aber viele sind auch verschwunden. Nicht alle Stellen werden offen ausgeschrieben. Neben dem offenen gibt es auch den so genannt verdeckten Stellenmarkt. Durch ihn gewinnen Direkt- oder Spontanbewerbungen zunehmend an Bedeutung.

Offener Stellenmarkt

Im offenen Stellenmarkt finden sich die Stellen, die aktiv und offen ausgeschrieben werden. Dafür werden verschiedene Kanäle wie Stellenportale genutzt. Online-Bewerbungen haben sich durchgesetzt: Alle Unterlagen werden über ein Formular oder eine E-Mail verschickt. Bei manchen Stellenportalen kann ein Konto mit persönlichen Daten und Lebenslauf eingerichtet werden. Auf diesen Seiten können auch Suchabonnements nach bestimmten Kriterien angelegt werden.

Stelleninserate in der Presse

Soll die Stelle einem klaren Berufsbild entsprechen, so können in Fachzeitschriften oder auf einschlägigen Websites (z.B. von Berufs- oder Interessenverbänden) passende Stelleninserate gesucht werden. Meistens sind Fach- und Berufsverbände die Herausgeber dieser Fachzeitschriften. Einige liegen am Kiosk aus, andere können direkt bei Branchen- und Berufsverbänden angefordert werden. Viele Unternehmen nutzen private Arbeitsvermittlungs- und Personalverleihbetriebe, um geeignete Mitarbeitende auszuwählen. Viele dieser Stellen sind auf bestimmte Berufsgruppen spezialisiert. Das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO veröffentlicht ein Verzeichnis der zugelassenen Arbeitsvermittlungen. Weitere Informationen: avg-seco.admin.ch.

Self Service Information (SSI)

Das SSI ist eine Dienstleistung der öffentlichen Hand und wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) in Zusammenarbeit mit den kantonalen und regionalen Arbeitsvermittlungszentren geführt. Auf Computerterminals sind offene Stellen abrufbar, die von Unternehmen gemeldet wurden. Diese Terminals finden sich in Berufsberatungsstellen, den regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und vielen öffentlichen Institutionen. Die vorhandenen Daten sind nach Berufsgruppe und Region abrufbar. Die offenen Stellen werden ebenfalls unter arbeit.swiss geführt.

Verdeckter Stellenmarkt

Viele Stellenangebote werden nicht offiziell ausgeschrieben. Deshalb sind die Spontan- oder Direktbewerbungen (auch Initiativbewerbungen genannt) erfolgversprechend. Manche wissen genau, welche Erfahrungen und Fähigkeiten sie mitbringen, kennen ihre Bedürfnisse und Interessen und sehen ihren beruflichen Horizont klar vor sich. Mit diesem Wissen ist zu überlegen, welches Unternehmen eine dazu passende Stelle haben könnte. Zur ersten Kontaktaufnahme mit einem möglichen Arbeitgebenden genügt ein kurzes Motivationsschreiben mit Angabe der aktuellen Situation und der unmittelbaren Ziele. Ihm muss ein Lebenslauf (CV) beigefügt sein. Für die Recherchen können auch in diesem Fall verschiedene Quellen dienlich sein: Im Internet lassen sich Branchenportale oder Mitgliederverzeichnisse von Branchen- und Wirtschaftsverbänden leicht finden, wie zum Beispiel google.ch, local.ch, kompass.ch, gate24.ch. Wirtschafts- und Fachpublikationen liefern ebenfalls wertvolle Informationen zu Unternehmen.

Kontakte sind unerlässlich

Umfragen zeigen immer wieder, dass die Mehrzahl aller Stellenbesetzungen nicht über Inserate, sondern durch direkte Kontakte zustande kommen. Es empfiehlt sich, Bekannte, Freundinnen und Freunde über die Art der gesuchten Aufgabe oder Stelle zu informieren. Deren Kontakte oder berufliches Umfeld können unter Umständen von Nutzen sein. Das persönliche Netzwerk kann über die berufsbezogenen sozialen Netzwerke wie Xing oder LinkedIn erweitert werden. Das Interesse möglicher Arbeitgebender kann geweckt werden und es finden sich ausgeschriebene Stellen.

Unterstützung

Zahlreiche öffentliche oder halbprivate Institutionen unterstützen Personen auf Stellensuche. Sie stellen Listen offener Stellen zur Verfügung, bieten gezielte Weiterbildungen und Hilfe in den verschiedenen Phasen der Stellensuche. Diese Dienstleistungen sind in den meisten Fällen kostenlos.

Quelle: www.berufsberatung.ch

Untersee Nachrichten vom Donnerstag, 24. Oktober 2019, Seite 21 (36 Views)

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