E-Paper - 06. Juni 2019
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Schweizer Cup: Spektakuläres Comeback gipfelt in Cupsieg

Der Schwimmclub Kreuzlingen führte am Wochenende die Final Four Runden aller Schweizer Cupwettbewerbe durch. Begleitet wurde das Event von sensationellem Wetter, vielen Zuschauern und dementsprechend guter Stimmung.

Wasserball Das NLA-Team des SCK konnte, angefeuert von hunderten Fans, ein starkes Comeback hinlegen und sich den Titel unter den Nagel reissen. Zuerst aber musste sich die Equipe von Trainer Benjamin Redder für das Endspiel qualifizieren. Der Gegner im Halbfinalspiel hiess dabei SC Winterthur. Wenige Tage zuvor trafen die beiden Mannschaften im Rahmen eines Ligaspiels der NLA aufeinander. Die Partie endete damals mit einem deutlichen 22:5 Sieg für die Thurgauer. Die Rollen waren dementsprechend verteilt. Die Zürcher, welche mit mehreren Leihspielern der SCK aufwarten, konnten nur akzentuiert das Zepter in die Hand nehmen. Weil die Gastgeber aber ihre individuelle Überlegenheit souverän ausspielten, schritten Sie mit einem 17:5 Sieg verdient ins Finale.

Spektakel im Finale

Weitaus spannender dann gestaltete sich das Finalspiel am Sonntag, wo mit Lugano NPS ein berüchtigter Gegner wartete. In der bisherigen Saison konnten beide Teams je einen Sieg für sich geltend machen, einen Favoriten gab es also nicht. Für die Kreuzlinger ging es indes um viel: Schon seit vier Jahren warten die Ostschweizer auf einen Titel. Und nun also die Gelegenheit, diesen im heimischen Schwimmbad Hörnli zu gewinnen. Doch schon im ersten Viertel das Worst Case Szenario. Die routinierten Gäste nutzten jeden noch so kleinen Fehler in der Defensive des SCK aus und kamen rasch zu einem 1:3 Vorsprung. In der Folge gelang es den Gastgebern immer wieder, die Spannung mit Anschlusstreffern hoch zu halten, nur zu einem Vorsprung reichte es nie. Auch weil den Kreuzlingern das berühmte Quäntchen Glück im Abschluss fehlte, schafften es die Tessiner, den Vorsprung neun Minuten vor Schluss auf 5:8 auszubauen, die Vorentscheidung schien gefallen zu sein.

Schien. Wahrscheinlich war es die Kaderbreite der Thurgauer, welche es ihnen erlaubte, in den letzten neun Minuten ungeahnte Kräfte freizusetzen und das Ruder rumzureissen. Jeder kämpfte fortan für jeden, als gäbe es kein Morgen. Nur gerade 90 Sekunden vor Schluss die Erlösung, der Ausgleich zum 8:8.

Weil sich an diesem Ergebnis in den letzten Sekunden dann nichts mehr änderte, kam es zum Penaltyschiessen. Die Lotterie entschied dann zu Gunsten der Kreuzlinger. Darauf gab es bei den Athleten und den rund tausend Zuschauern kein Halten mehr. Alle Betreuer auf der Bank folgten den Spielern traditionell ins Wasser, dazu Standing Ovation. Die Stimmung, das Wetter, der gut organisierte Event, die vielen Matches und dann dieser Abschluss, das Wochenende liess das Herz eines jeden Wasserballfans höherschlagen.

Schon am kommenden Freitag um 20.30 Uhr stehen sich die Erzrivalen erneut gegenüber, dann im Rahmen eines Platzierungsspieles, ebenfalls im Schwimmbad Hörnli.

red

Kreuzlinger Nachrichten vom Donnerstag, 6. Juni 2019, Seite 13 (35 Views)

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