E-Paper - 23. Mai 2019
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Der Phönix hat sich aus der Asche erhoben

Von Tamara Schäpper

Der Saisonstart fulminant, die Trockenheit verheerend, die neuen Angebote verlockend und die Rundfahrten kompensierend. So beschreibt Remo Rey, der Geschäftsführer der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein, das Geschäftsjahr 2018.

Stein am Rhein «Der Freude tut das Schiffwetter keinen Abbruch», begrüsst der Schaffhauser Regierungsrat Martin Kessler die Aktionäre der Schweizerischen Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein AG zur Generalversammlung. Denn der Rhein könne das Wasser vertragen, sagt er weiter. Das Resultat, das vom Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung präsentiert wurde, ist nicht selbstverständlich. Die URh hat ein hartes Jahr hinter sich. Aufgrund der langanhaltenden und extremen Trockenheit war 2018 bekanntlich nicht nur für die Schifffahrt ein Jahr der speziellen Herausforderungen. Auch die Wälder haben schwer gelitten. So, dass die Bäume teilweise schon im August ihre Blätter verloren haben. Aufgrund der hohen Temperaturen des Rheins hatten auch die Fische einen schweren Stand im vergangenen Sommer. «Nur dank einem frühen, koordinierten und unermüdlichen Einsatz von vielen engagierten Fischern konnte ein grosses Fischsterben verhindert werden», sagt Kessler. Auch im Kraftwerk Schaffhausen hat der tiefe Wasserspiegel im vergangenen Sommer zu einer unterdurchschnittlichen Stromproduktion geführt. Für die URh hat der tiefe Wasserstand ab Ende Juli bedeutet, dass die Strecke unterbrochen und der ganze Betrieb zweigeteilt geführt werden musste. Dass diese Massnahmen nicht umsatzfördernd waren und gleichzeitig zu wesentlich mehr betrieblichem Aufwand geführt haben, versteht sich von selbst. Niedrigwasser gab es bereits in früheren Jahren. Auch der Streckenunterbruch war nichts Neues für die URh. Ähnlich war es zuletzt 2015. Auffallend, und dies sei erfreulich, so Kessler, sei der Unterschied bei der finanziellen Auswirkung der Niedrigwasser-Sommer 2015 und 2018. Während aus dem Jahr 2015 ein Betriebsergebnis von gut 140 000 Franken resultiert und ein Verlust von 465 000 Franken, präsentiert die URh für das Jahr 2018 ein Betriebsergebnis von rund 730 000 Franken und einem Gewinn von 12 000 Franken. «In Anbetracht der widrigen Umstände darf dieses Resultat schon fast als sensationell bezeichnet werden», sagt Kessler. Das Resultat sei aber nicht zufällig entstanden. Vielmehr sei es das Ergebnis von harten und schwierigen Sanierungsprozessen, die 2016 und 2017 stattgefunden haben. Das Betriebsergebnis 2018 zeige, dass die Sanierung nachhaltig gelungen sei und die neu lancierten Angebote von den Kunden gerne angenommen werden. «Man ist geneigt zu sagen, der Phönix hat sich aus der Asche erhoben und wir alle dürfen wieder stolz auf unsere URh sein», sagt Kessler abschliessend.

Ein neues, bekanntes Gesicht im Verwaltungsrat

Verwaltungsratspräsident Roger Forrer führte durch den geschäftlichen Teil der Versammlung. Jahresbericht, Rechnung und Revisorenbericht wurden einstimmig angenommen. Für den aus dem Verwaltungsrat zurücktretenden Martin Vogel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaffhauser Kantonalbank, wird Bruno Lorenzato, Gemeindepräsident von Salenstein, in den Verwaltungsrat gewählt.

Kreuzlinger Nachrichten vom Donnerstag, 23. Mai 2019, Seite 8 (20 Views)

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