E-Paper - 28. Februar 2019
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Litfasssäulen werden zu Kunst

Aus über 40 Einsendungen hat eine Jury die Gewinnerprojekte zur künstlerischen Neugestaltung von zwei Litfasssäulen in Frauenfeld gewählt. Lucas Peters, Architekturfotograf und Künstler Michael Holzwarth werden die Säulen umgestalten.

Frauenfeld Im Dezember hat das Amt für Kultur einen Wettbewerb zur künstlerischen Neugestaltung der beiden Litfasssäulen Altweg/Bahnhofstrasse und Rhein-/Industriestrasse ausgeschrieben. Die Jurymitglieder haben sie sich für die Ideen von Lucas Peters und Michael Holzwarth entschieden. Lucas Peters, Architekturfotograf in Zürich mit Frauenfelder Wurzeln, will das Raumelement Litfasssäule wieder ins Bewusstsein der Passanten rücken und auf die Veränderung der Art, Informationen zu konsumieren, hinweisen. Dazu lässt er die Werbesäule golden erscheinen. Der Berliner Künstler Michael Holzwarth geht von der Litfasssäule als Ort menschlicher Abbildungen aus. Wo früher Bilder von Personen auf Theatervorstellungen hingewiesen haben, sollen nun Menschen zeitlos abgebildet werden. Dazu wählt er das photochemische Verfahren von Blauschatten: Personen legen sich vor Ort auf Fotopapiere, worauf Bilder entstehen, teils verschwommen, teils so fein, dass man einzelne Härchen erkennt. Diese Aufnahmen sollen dann wie früher die Plakate an der Litfasssäule angebracht werden. Die beiden Litfasssäulen in Frauenfeld sind rund einhundert Jahre alt und seit langem ungenutzt. Die Idee des städtischen Wettbewerbs war es, niederschwellig künstlerische Inputs ins Stadtbild zu bringen. pd/tas

Frauenfelder Nachrichten vom Donnerstag, 28. Februar 2019, Seite 5 (11 Views)

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