E-Paper - 17. Januar 2019
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Ekkharthof: Ziel ist die Öffnung und Inklusion

Nach der Fertigstellung des neuen Gastronomiegebäudes beginnen im März am Ekkharthof in Lengwil die Bauarbeiten am Haupthaus für den neuen Empfangsbereich. Mit den baulichen Veränderungen erhofft sich die Institution eine «Öffnung zur Gesellschaft hin».

Lengwil Während der Bauphase werden aufgrund der zu erwartenden Lärmemissionen zwei Wohngruppen ausgelagert. Die Bewohner der beiden Gruppen finden in Kreuzlingen im ehemaligen Hotel «Bahnhof Post» vorübergehend ein neues Zuhause. Begegnungen zwischen Besuchern und Bewohnern am Ekkharthof sollen vermehrt an der Tagesordnung sein, denn alle Angebote und unterstützenden Massnahmen des Ekkharthofs zielen darauf hin, Menschen mit Unterstützungsbedarf die Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen. Das erklärte Ziel der Institution wird mit dem Bauprojekt «Schule & Infrastruktur» ein Stück weit realisiert, indem Gelände und Architektur eine «Öffnung zur Gesellschaft hin» erfahren. Baubeginn für die Begegnungszone und den Empfang mit Cafeteria und Bio-Laden ist im März. Für die neue Empfangshalle wird das Erdgeschoss des Haupthauses, in welchem auch mehrere Wohngruppen untergebracht sind, umgebaut. «Die Bewohner freuen sich schon sehr auf ihr neues Zuhause», stellt die Wohngruppenleiterin, Nuran Celik, fest. Jede Bewohnerin und jeder Bewohner wird ein ehemaliges Hotelzimmer beziehen können. Da für einige der älteren betreuten Menschen die täglichen Shuttlefahrten zu ihrem Arbeitsplatz am Ekkharthof in Lengwil zu anstrengend sind, wird für sie im ehemaligen «Bahnhof-Stübli» ein Förderatelier eingerichtet. Das Restaurant wird den Wohngruppen als Wohn- und Esszimmer dienen. «Lange haben wir nach einer geeigneten Unterbringung für die Wohngruppen gesucht. Eine Unterkunft zu finden, die rollstuhlgängig ist, allen Sicherheitskriterien genügt und noch dazu genügend Platz für 16 Personen zum Leben und Arbeiten bietet, war schwierig. Umso glücklicher sind wir nun über diese Lösung», so der Leiter des Erwachsenenwohnheims, Thomas Niebling. Es hätte für beide Parteien, den Ekkharthof und die Besitzerin der Liegenschaft an der Nationalstrasse 2, keine bessere Lösung geben können. Und für den Ekkharthof und für die betreuten Personen bietet sich die Chance gelebter Inklusion. Die Möglichkeit, mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen. «Wir unterstützen unsere Bewohnerinnen und Bewohner, dass sie Beachtung, das richtige Gehör und den ihnen zustehenden Platz in der Gesellschaft bekommen», so der Vorsitzende der Institutionsleitung, Jürg Bregenzer. «Deshalb ist es für uns eine grosse Chance, dass zwei Wohngruppen mitten im Geschehen der Stadt leben und arbeiten dürfen.» Um die Inklusion zu unterstützen, findet im März ein Tag der offenen Türe im Hotel «Bahnhof Post» statt. red

Untersee Nachrichten vom Donnerstag, 17. Januar 2019, Seite 10 (12 Views)

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