E-Paper - 10. Januar 2019
Kreuzlinger Nachrichten
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«Zwei Drittel der Mittel sind zusammen»

Von Kurt Peter

Das Projekt «vollständige Wiederherstellung des Schlossparks Arenenberg» ist finanziell auf gutem Weg. Etwas mehr als eine Million Franken sind bisher zusammengekommen, um die fünf Projekte zu realisieren.

Salenstein Die Stiftung Napoleon III hat ein grosses Ziel vor Augen. Sie will auch den östlichen Teil des Arenenberger Schlossparks in den ursprünglichen Zustand, in neuen Glanz und alte Grösse bringen. Im Januar dieses Jahres präsentierte die Stiftung das Projekt und startete mit der Spendenaktion. Knapp ein Jahr später kann Stiftungsratspräsident Christof Baumann eine positive Bilanz ziehen: «Wir sind auf gutem Weg, bisher sind 1,018 Millionen Franken zusammengekommen». Zahlreiche weitere Gesuche seien noch hängig und deshalb sei er optimistisch, das angestrebte Ziel von 1,5 Millionen Franken bis zum Spätsommer 2019 zu erreichen.

Wertvolles Kulturgut

Der bisher grösste Geldgeber ist der Lotteriefonds des Kantons Thurgau. Im Herbst sprach er der Stiftung 500 000 Franken an das Projekt. Der Regierungsrat begründete den Beitrag damit, dass «die ausserordentliche und als Gartendenkmal wertvolle Parkanlage aus dem frühen 18. Jahrhundert die Schlossanlage Arenenberg als besonders wertvolles Kulturgut mit internationaler Ausstrahlung im Bodenseeraum vervollständigt». Die geplante zweite Etappe der Wiederherstellung ergänze und belebe den geschichtsträchtigen Ort in stimmiger Weise. Bisher haben Firmen und Privatpersonen mit 85 000 Franken an die Realisierung beigetragen, Neben Stiftungen und Fonds würden nun auch die Gemeinden des Bezirks Kreuzlingen und darüber hinaus angefragt, erklärt Baumann. Die Bedeutung des Arenenbergs mit dem Park gehe ja auch weit über die Region hinaus. Die Hoffnung, dass einige Gemeinde einen Beitrag leisteten, sei gross. Nach wie vor sei klar, dass «wir mit der Umsetzung erst beginnen, wenn die Finanzierung sichergestellt ist».

Fünf Projekte als Gesamtkonzept

Deshalb habe der Stiftungsrat ausser der Spendenaktion noch keine weiteren Schritte eingeleitet. Es sei noch keine Baukommission gegründet worden, weil «wir erst weitere Strukturen schaffen, wenn wir das Spendenziel erreicht haben», macht Christof Baumann deutlich. Innerhalb der vollständigen Wiederherstellung sind fünf Projekte geplant. Die Brücke als Eingang zum Park soll ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zurückbekommen. Das Bauwerk wurde in den 1950er Jahren wegen angeblicher Baufälligkeit nahezu unkenntlich gemacht.

Der Pavillon ist im Landschaftsgarten ein Gestaltungselement, das zum gemütlichen Zusammensein einlädt. Dieser soll nun wie einst ganz natürlich in die Landschaft eingebunden sein. Die Serpentine, die vom See den Hang hinauf zum Schloss führt soll saniert werden. Bäume sind als Gestaltungselement als Allee geplant. Der heute teilweise eingedohlte Bach wird wieder geöffnet und schliesslich sieht das Projekt eine Neuführung des Wanderwegs vor. Aktuell führt dieser über den Parkplatz.

Kreuzlinger Nachrichten vom Donnerstag, 10. Januar 2019, Seite 8 (9 Views)

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