E-Paper - 10. Januar 2019
Frauenfelder Nachrichten
E-Paper - Auswahl
E-Paper - Ansicht
 
 

«Ich sehe vieles, was mir Sorgen bereitet»

Von Tamara Schäpper

Wenn er an das vergangene Jahr denkt, denkt Stadtpräsident Anders Stokholm an die Stadtentlastung, an das Bücherfest, die Städtepartnerschaft und an das Fussballspiel, das der Gemeinde- und Stadtrat gegen die Stadtverwaltung gewonnen hat.

Frauenfeld Es sei bis zuletzt ein dicht bepacktes Jahr gewesen, sagt Stokholm über 2018. Im Interview blickt er zurück und wagt erste Aussichten in das noch junge 2019.

Herr Stokholm, worüber haben Sie sich 2018 gefreut?

Herausstechend im Rückblick ist der eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag bei der Friedenslinde ob Frauenfeld aus Anlass des Abschlusses des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren. Es kamen viele Menschen jeden Alters und politisch sehr verschieden ausgerichtete Personen fanden in der Fürbitte zusammen.

Worüber haben Sie sich geärgert?

Dass in politischen Diskussionen Fakten negiert und Entscheide aus der Froschperspektive heraus gefällt werden. Schade, denn Entwicklungen werden damit verhindert.

Gibt es eine Entscheidung, die Sie rückgängig machen würden?

Nein. Denn oft ist es schlimmer, keine Entscheidung zu fällen als eine falsche.

Mit welchen politischen Themen starten Sie ins Jahr 2019?

Allen voran mit den Stadtratswahlen. Darüber hinaus natürlich der Landverkauf Schaffhauserstrasse, die Stadtentlastung, Innenstadtentwicklung und die Stadtfinanzen.

Worauf hoffen Sie im neuen Jahr?

Ich sehe vieles, was mir Sorgen bereitet in Bezug auf das friedliche Zusammenleben. Extreme politische Positionen feiern in vielen Ländern Erfolge. Ich hoffe, dass besonnene Menschen den Mut haben, Wut- und Frustbürgern entgegenzutreten. Und dass die Entscheidungsträger den sozialen und wirtschaftlichen Ursachen von Missständen auf den Grund gehen und Wirksames dagegen unternehmen.

Welche Pläne möchten Sie für Frauenfeld verwirklichen?

Es gibt vier grosse Baustellen, an denen ich gerne zusammen mit dem Stadt- und Gemeinderat erfolgreich weiter arbeiten möchte: der Beseitigung des strukturellen Defizits, der konsequenten Umsetzung des Mobilitätskonzepts 2030 inkl. Stadtentlastung, der neuen Nutzung der Stadtkaserne und der Entwicklung der Innenstadt.

Was wünschen Sie sich für das neue Jahr?

Die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Frauenfelder Nachrichten vom Donnerstag, 10. Januar 2019, Seite 3 (8 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE

 
 

<   Januar   >
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31