E-Paper - 06. Dezember 2018
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Thurgauer Gemeinden sind Spitze

Beim schweizweiten Minergie-Gemeinderating ging ein Drittel der Auszeichnungen in den Thurgau. Weinfelden und Hüttwilen errangen die Goldmedaillen, Herdern eine silberne Auszeichnung.

Kanton Für das Minergie-Gemeinderating wurden die über 2 000 Gemeinden der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein je nach Einwohnerzahl in die Kategorien Gross, Mittel und Klein aufgeteilt und in einem einheitlichen Punkteschema bewertet. Dieses umfasst die Anzahl Minergie-Zertifikate nach Neubau und nach Modernisierung, die zertifizierte Energiebezugsfläche, den Anteil der Topstandards Minergie-P, Minergie-A und Minergie-ECO sowie das Engagement der Gemeinde für Minergie.

Regierungsrat Walter Schönholzer gratulierte den Gewinner-Gemeinden Weinfelden, Hüttwilen und Herdern anlässlich einer Medienorientierung im Regierungsgebäude, einem nach Minergie modernisierten Bau. Er dankte ihnen für ihren grossen Einsatz für energieeffizientes Bauen bei gemeindeeigenen und privaten Bauten. Er dankte auch den Minergie-Pionieren in den drei Gemeinden, die gezeigt hätten, dass Minergie-Bauten nebst tiefem Energieverbrauch auch ästhetisch und praktisch sind, sowie tiefe Betriebskosten und einen hohen Komfort aufweisen. Dies habe weitere Bauherrschaften in Thurgauer Gemeinden dazu bewogen, ebenfalls Minergie-Häuser zu bauen, mit Unterstützung durch die zahlreichen spezialisierten Thurgauer Planer und Handwerker. Der Kanton könne nur gute Rahmenbedingungen setzen, zum Beispiel für verbrauchsarmes Bauen, das seit Jahrzehnten konstante Energie-Förderprogramm, der vom Kanton gelebten Vorbildfunktion bei Neubauten sowie einem Minergie-Ausnützungsbonus, durch den bei Mehrfamilienhäusern eine zusätzliche Attikawohnung gebaut werden könne. Damit die Gemeinden ihren Erfolg auch feiern und damit ihre Bewohner auf energieeffizientes Bauen sensibilisieren können, überreichte Walter Schönholzer den ausgezeichneten Gemeinden einen Gutschein in der Höhe von 1 000.- Franken für einen Neujahrsapéro, bei dem die Bevölkerung auf den Preis aufmerksam gemacht wird. Der Vize-Gemeindepräsident von Weinfelden, Thomas Bornhauser, zeigte sich erfreut über den Schweizer Minergie-Meistertitel der Gemeinde Weinfelden. Er führte diesen Erfolg vor allem darauf zurück, dass die Gemeinde und die Schulgemeinden bei ihren Bauten mit gutem Beispiel vorangingen und die Gemeinde bei Gestaltungsplänen und Landverkäufen seit vielen Jahren konsequent den Minergie-Baustandard einfordere. Hanspeter Zehnder, der Gemeindepräsident von Hüttwilen, hob hervor, dass in seiner Gemeinde einige Minergie-Spezialisten wohnen und viele Minergie-P-Bauten erstellen konnten. Es brauche vor allem die Initiative von minergieaffinen Architekten, die sich gemeinsam mit den gewillten Bauherrschaften in Herdern verwirklichen konnten, begründete Ueli Marti den Erfolg von Herdern. Von Seiten des Gemeinwesens leiste der Ausnützungszifferbonus für Minergie-Bauten einen wichtigen Beitrag dazu. I.D.

Kreuzlinger Nachrichten vom Donnerstag, 6. Dezember 2018, Seite 19 (10 Views)

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